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Raumgefühl

Als ich gestern aus einer langen aber  interessanten Vorlesung über die Molekularbiologie der Angst (ja tatsächlich, denn momentan lernen wir am Bezirksklinikum alles über Erkrankungen des ZNS) kam und mich mit meinen Kommilitonen darüber unterhalten wollte, hörte ich von den meisten es sei anstrengend, zu lang  oder  relativ uninteressant gewesen. Sie hätten sich kaum konzentrieren können und wären froh, dass es nun vorbei sei.

Ja tatsächlich, der Dozent hatte relativ leise, langsam und monoton gesprochen, aber inhaltlich war es doch sehr gut gewesen! Da fiel mir auf, dass ich ganz vorne im Raum gesessen hatte, und jene Kommilitonen im Gegensatz dazu weiter hinten. Zum einen habe ich den Dozenten dadurch besser verstanden als sie, zum anderen hatte ich garkeine andere Chance als zuzuhören - er saß ja nur 2 Meter von mir entfernt hinter seinem Laptop. Mal ganz wissenschaftlich gesehen ergab sich also dieser lineare Zusammenhang:

Graph 1

Graph 1

War das vielleicht auch schon in der Schule so gewesen? Die Coolen saßen hinten, die Streber vorne. Hinten hatte man seinen Spaß, unterhielt sich und plante vor für den Nachmittag oder das Wochenende, vorne musste man wohl oder übel aufpassen und am Unterricht teilnehmen. Es ergab sich also folgende Korrelation:

Graph 2

Graph 2

Als Streber tröstete man sich dafür dann mit dieser Annahme:

Graph 3

Graph 3

Aber ist die auch richtig? Haben nicht die Hinterbänkler schon früh erkannt, was im Leben wirklich zählt, nämlich gute soziale Netzwerke? Ich setz mich morgen mal ganz hinten hin und erforsche das Thema - ganz wissenschaftlich.

Comments

Comment from klaus
Time 21. August 2009 at 13:49

Aus eigener Erfahrung aus somancher Elektrotechnik Vorlesung (eh klar bei dem Thema würde somancher sagen) kann ich sagen, dass dem nicht so ist.
Auch in der ersten Reihe kann man sich bei langweiligen Themen und/oder monotonen Leisesprechern perfekt und schnell in seine eigene Gedankenwelt zurückziehen. Ich führe dies auf einen Schutzmechanismus des Gehirns zurück um sich entweder vor Informationoverflow oder einfach vor den langweiligen Themen zu schützen.

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